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Xanthi

Griechenland, Xanthi
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"Xanthi" ( , türkisch "İskeçe", bulgarisch "Sketscha" Скеча) ist eine griechische Stadt in Westthrakien mit inzwischen ca. 55.000 Einwohnern bei steigender Tendenz. Die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur liegt 121 km westlich der Stadt Alexandroupolis, östlich der Stadt Kavala und südlich des Rhodopen-Hauptkamms. Xanthi ist Sitz einer großen Universität, der Kreisverwaltung und eines Militärgerichtes, sowie eines Bistums. Der Fußballverein Skoda Xanthi gehört zu den bestgeführten in der ersten Liga und spielt seit 2003 im neuen Skoda-Xanthi-Stadion.

Geschichte

Uhrenturm in der Stadt Xanthi

Die erste Erwähnung des Ortsnamens "Xanthi" findet sich in einem Bericht aus den Thrakischen Kriegen aus dem Jahr 879 v. Chr. Bedeutung erlangte der Ort in Osmanischer Zeit um 1715 als Zentrum des Tabakhandels. Zwei Erdbeben im Jahr 1829 zerstörten die Stadt, 1870 wütete eine Feuersbrunst. 1891 bekam die Stadt Anschluss an das Schienennetz. Die Stadt wurde 1912 für 8 Monate von den Bulgaren belagert, später von der griechischen Armee eingenommen, gehörte 1913 für kurze Zeit zum Gebiet der von Türken gebildeten Provisorischen Regierung Westthrakien, wurde 1913 Bulgarien zugesprochen (Friede von Bukarest 1913), fiel nach dem Ersten Weltkrieg unter Verwaltung Frankreichs für die Entente (Vertrag von Neuilly-sur-Seine 1919) und kurz darauf an Griechenland (Vertrag von Sèvres 1920), was nach dem Griechisch-Türkischen Krieg durch den Vertrag von Lausanne (1923) endgültig bestätigt wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs war Xanthi von bulgarischen Truppen besetzt.

Die letzten Jahre hat sich Xanthi vom reinen Verwaltungssitz (Kreisverwaltung, Militärgericht, Bistum) zu einem bedeutenden Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt. Die Demokrit-Universität Thrakien hat einen ihr drei Standorte in Xanthi.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Stadt setzt sich neben der griechischen Mehrheit auch aus Türken (griechische Staatsbürger, siehe Türken in Westthrakien), Roma und einem kleinen Anteil der überwiegend im Norden der Präfektur lebenden Pomaken zusammen.

Sehenswürdigkeiten

Die archäologische Fundstätte Abdera
Tabak zum Trocknen, an einem pomakischen Haus

Xanthi verfügt über eine gut erhaltene Altstadt, deren Gebäude zumeist aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen und den Wohlstand aus dem Tabakhandel widerspiegeln. Sehenswert sind die Agora (Markthallen) und die Mitropolis. Das jährliche Altstadtfest Altstadtfest mit Kultur- und Traditionsaspekten und das Karneval Xanthi Karneval Xanthi präsentiert auf der Seite der Präfektur Xanthi , das zweitgrößte des Landes an Zuschauerzahlen nach dem berühmten Patras-Karneval, ziehen Besucher aus dem ganzen Land an. Weiters sind auch das Jugendfestival Jugendfestival Xanthi und das Manos Hadjidakis Musikfestival, mit Teilnahmen aus dem ganzen Balkanbereich, erwähnenswert.

Bekannt wurde die Stadt hauptsächlich durch den bei Xanthi gelegenen antiken Ort Abdera (heute Avdira). Aus dieser Polis (griech. Stadtstaat) stammten unter anderem Demokrit und Protagoras.

Xanthi und Umgebung, besonders die nahegelegene Ortschaft Genisea (türkisch: Yenidze, bulgarisch: Yenidje), sind berühmt für den besonders milden und süßlich-aromatischen Orienttabak (überwiegend die Sorten "Basma Xanthi" und "Orient Xanthi"), der früher zu den besten und teuersten Orientzigaretten (wie „Balkan Sobranie" etc.) verarbeitet wurde. Obwohl es diese Zigarettensorten nicht mehr gibt, wird der Tabak heute noch als Bestandteil der American Blends von den Zigarettenkonzernen verarbeitet.

Söhne und Töchter der Stadt

* Manos Hadjidakis, griechischer Komponist
* Christodoulos I., Erzbischof von Athen und Oberhaupt der autokephalen orthodoxen Kirche von Griechenland
* Şerif Gören, türkischer Filmregisseur

Partnerstädte

* Gifhorn, Niedersachsen
* Novi Beograd, Serbien
* Smoljan, Bulgarien
* Biga, Türkei
* Bursa, Türkei


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 20.07.2019 11:43 von den Wikipedia-Autoren.
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