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Waterford

Irland, Waterford
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"Waterford" (irisch "Port Láirge" /ˌpoɽt ˈlɑːɾig´ə/) war ursprünglich die Hauptstadt des County Waterford in Irland. Heute ist sie separat verwaltet und das County Waterford hat seinen administrativen Sitz in Dungarvan. Die Stadt im Südosten von Irland hat eine Fläche von 42 km² und eine Einwohnerzahl von 45.748 (Stand 2006). Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert von den Wikingern gegründet und war Irlands erste Stadt, die diese Bezeichnung verdiente. Heute ist sie die siebtgrößte Stadt Irlands.

Geschichte
Waterford - Teil der Befestigungsanlage der Wikinger
Von 795 an plünderten die Wikinger immer wieder Siedlungen an der irischen Küste. Bald fingen sie auch an, in so genannten "Longphorts" zu überwintern. Ein solcher Longphort wurde 853 in Waterford eingerichtet. 902 wurden die Wikinger von den Iren vertrieben und ihre Siedlungen und Überwinterungsmöglichkeiten wurden zurückgelassen. Nach der irischen Chronik kamen die Wikinger 914 zurück und gründeten Waterford.

1137 versuchte Diarmaid MacMurchada, König von Leinster, vergeblich Waterford zu erobern. Er verfolgte den Plan, die großen Zentren Irlands unter seine Kontrolle zu bringen, um seinen Anspruch, Großkönig zu werden, zu untermauern. 1170 verbündete sich MacMurchada mit der englischen Krone die Richard de Clare (genannt Strongbow), den Earl of Pembroke entsandte und Waterford belagerte. Nach heftigem Widerstand fiel die Stadt. 1171 setzte König Henry II. von England als erster englischer König seinen Fuß auf irischen Boden. Er kam mit einer großen Flotte nach Waterford um zu verhindern, dass in Irland ein normannisches Königreich in Konkurrenz zu England entstand. Stattdessen wollte er erreichen, dass Irland englische Kolonie wurde. Dublin und Waterford wurden als Königsstädte erklärt, die dem König direkt unterstanden.

Im Mittelalter war Waterford nach Dublin die zweitwichtigste Stadt in Irland. Das "Great Parchment Book" (1361-1649) verkörpert den frühesten Gebrauch des Englischen als Amtssprache in Irland. Im 15. Jahrhundert widerstand Waterford zwei Aufrühreren und Anwärtern auf den englischen Thron, Lambert Simnel und Perkin Warbeck. Danach erhielt die Stadt von König Henry VII. ihr Motto "Urbs Intacta Manet Waterfordia" („Waterford bleibt die nichteingenommene Stadt“).

Trotz der englischen Kirchenspaltung blieb Waterford eine katholische Stadt und betrieb in der Konföderation von Kilkenny die Loslösung von der englischen Herrschaft. Diese Bestrebungen wurden durch Oliver Cromwell beendet, der ganz Irland wieder fest unter englische Herrschaft brachte. Sein Schwiegersohn Henry Ireton eroberte Waterford 1651.

Das 18. Jahrhundert war eine Blütezeit in Waterford. Die meisten der bedeutendsten Gebäude stammen aus dieser Zeit. Der Handel, vor allem mit Neufundland, brachte Reichtum in die Stadt. Im 19. Jahrhundert siedelten sich Glas- und Schiffbauindustrie an.

oliti
Der Bürgermeister (Mayor) von Waterford wird jährlich im Juni vom Stadtrat (City Council) gewählt. Seit Juni 2009 amtiert der parteilose John Halligan als Stadtoberhaupt. Der City Council wird für 5 Jahre gewählt. Die letzte Wahl fand am 5. Juni 2009 statt.

Die Sitzverteilung im "Waterford City Council":



Infrastruktur

Wirtschaft
Die bekannteste Ware der Stadt ist das "Waterford Crystal" der Glasmanufaktur, die 1783 in Waterford gegründet wurde. Durch Neuansiedlungen von weltweit operierenden Unternehmen in dem im Osten der Stadt gelegenen Industriegebiet, konnten zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wichtige Arbeitgeber war bis Ende 2007 Sanofi-Aventis, und noch heute AOL und Bausch & Lomb.

Bildung
Im Westen der Stadt liegt das "Waterford Institute of Technology", das in einem Verbund von 13 weiteren Hochschulen eines der größten ist.

Verkehrswege
Waterford ist über zwei Nationalstraßen, die N24 und die N25/E30 zu erreichen. Die N25 führt dabei von dem für den Warenverkehr wichtigen Hafen Rosslare Harbour im Osten über Wexford und Waterford in Richtung Cork. Die N24 führt von Waterford nordwestlich nach Clonmel und Tipperary. Über die von ihr abzweigende N9 gelangt man nach Dublin. Für die Fernstraßen wird 2009 eine neue Umgehungsstraße fertiggestellt. Die im Westen der Stadt liegende River Suir Bridge ist dabei mit einer Länge von 465 Meter das aufwendigste Brückenbauwerk.

Für Touristen ist Waterford von Dublin aus entweder mit der Bahn oder mit dem in Irland gut ausgebauten Busnetz zu erreichen. Neben der staatlichen Busgesellschaft Bus Éireann bietet z.B. der private Anbieter JJ Kavanagh & Sons Ltd. direkte Verbindungen zwischen den beiden Städten an.
Segler können Waterford über die Mündung des Flusses Suir erreichen und im "Waterford Harbour" anlegen.

Umland und Attraktionen
Umland von Waterford
Im Umland gibt es drei Flüsse, welche "The Three Sisters" genannt werden: Die Flüsse Barrow, Nore und Suir. Sie tragen wesentlich zum Landschaftsbild bei und vereinen sich im Osten von Waterford zu einem Strom, der einige Kilometer weiter in den Atlantik mündet. Badeorte in der Umgebung von Waterford sind der im Süden gelegene, touristisch sehr gut erschlossene Ort Tramore und das etwas weiter im Osten liegende Dunmore East. Will man den Bereich jenseits der durch den Fluss Nore geschaffenen natürlichen Grenze im Osten erkunden, so kann man ihn auf der Nationalstraße N25 bei New Ross überqueren, oder den Weg über eine Fähre bei Passage East abkürzen. Hier bietet sich die Möglichkeit, den John-F.-Kennedy-Park (ein Arboretum) zu besichtigen, oder einen Ausflug auf die Halbinsel Hook Head zu unternehmen. Weitere Attraktionen im Umland von Waterford sind ist die Städte Kilkenny und New Ross sowie der Rock of Cashel, eine mittelalterliche Burg.

Zur bildhaften Präsentation der Stadtgeschichte besitzt Waterford ein hervorragend gestaltetes, modernes und kinderfreundliches zeitgeschichtliches Museum. An verschiedenen Stellen der Stadt findet man zudem Überreste der alten Stadtbefestigung, die Waterford im Mittelalter vom Hafen aus vor Angriffen schützte.

Die Innenstadt von Waterford kombiniert die traditionelle irische Bauweise mit modernen Elementen und bietet gute Möglichkeiten um einzukaufen und sich zu amüsieren. Neben den klassischen Pubs haben sich in den letzten Jahren einige Nachtklubs etabliert.

Partnerstädte

* St. John"s, Neufundland, Kanada
* Rochester, New York, USA
* Saint-Herblain bei Nantes, Frankreich (seit 1982)

Söhne und Töchter der Stadt
*Gilbert O"Sullivan (* 1946), Sänger und Songschreiber
*Sean Kelly (* 1956), Radrennfahrer
*Declan de Barra (* 19**), Singer-Songwriter
*Ciaran Power (* 1976), Radrennfahrer
*John O"Shea (* 1981), Fußballspieler


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 16.10.2019 18:41 von den Wikipedia-Autoren.
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