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Migranten harren im Zentrum von Thessaloniki aus

Griechenland
08.10.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Athen/Thessaloniki (dpa) - Schleuserbanden haben Hunderte Migranten über den griechisch-türkischen Grenzfluß Evros (türkisch: Meriç) nach Griechenland gebracht. Viele von ihnen harrten am Montag vor den Polizeistationen im Zentrum der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki aus, wie der griechische Nachrichtensender Skai weiter berichtete.

Die Kapazitäten der Polizei, die Flüchtlinge zu registrieren und unterzubringen, seien erschöpft, sagte Theodoros Tsairidis, Präsident der Gewerkschaft der griechischen Polizeibeamten dem TV-Sender. «Seit Jahresbeginn haben wir (in Thessaloniki) mehr als 10 000 Migranten registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 4500», sagte der Beamte. Die Situation in den Polizeistationen der Hafenstadt sei schlimm, fügte er hinzu.

Migranten versuchen so weit wie möglich ins griechische Landesinnere zu gelangen. Falls sie nämlich auf den Inseln ankommen, können sie in Türkei zurückgeschickt werden.

Die EU hatte 2016 mit Ankara vereinbart, dass alle Migranten, die von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzen und kein Asyl in Griechenland bekommen, in die Türkei zurückgeschickt werden können.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) haben in diesem Jahre bislang knapp 24 000 Flüchtlinge und Migranten aus der Türkei auf die griechischen Insel übergesetzt. Weitere 12 000 Menschen seien auf dem Landweg gekommen, teilte das griechische Migrationsministerium mit. 2015 und 2016 waren mehr als eine Million Menschen gekommen.

 

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