Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Hotelsuche in 
 

Lieblingsnachbar Boaaah-teng

Frankreich, Lille
26.06.2016
Von Jürgen Herda und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Löw verbessert seine Turnierbilanz in K.o.-Spielen auf 10:3 Siege
Die deutsche Mannschaft ist immer für eine Überraschung gut: Wer nach der Portuqual und dem mühsamen Sieg der Franzosen die nächste Zitterpartie eines Favoriten erwartet hatte, sieht sich getäuscht. Boatengs Direktabnahme eines Eckabprallers führt "La Mannschaft" gegen harmlose Slowaken schnell auf die Siegerstraße. Einziger Wermutstropfen: die neue Sitte einer schlecht gesungenen Nationalhymne. Die Marseillaise als Revoluzzer-Marsch ist einfach volksliedtauglicher.
Galerie
Der weltberühmte Boaaa-teng-Spagat vor dem 1:0.
Heiße deutsche Hühner: "... dahanach lasst uns ahalle strebheheen, schwest-erherrlich mit Herz uhund Hand ..."

Lille (dpa) - Der Weltmeister kommt auf Touren und ist bereit für die ganz großen K.o.-Spiele. Mit einem starken Auftritt und einem EM-Rekordsieg ist die deutsche Nationalmannschaft ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft gestürmt.

Der rechtzeitig von einer Wadenverhärtung genesene Abwehrchef Jérôme Boateng mit seinem ersten Länderspiel-Tor (8. Minute), Mario Gomez (43.) und Julian Draxler (63.) sorgten am Sonntag in Lille für den ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen völlig überforderte Slowaken. Mit der überaus dominanten Vorstellung zeigte sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bestens gerüstet für den Viertelfinal-Klassiker am Samstag (21.00 Uhr) in Bordeaux gegen Titelverteidiger Spanien oder Ex-Weltmeister Italien.

Einziges Manko: Chancenverwertung
Vor 44 312 Zuschauern im Stade Pierre-Mauroy hätte der Sieg noch weitaus höher ausfallen können. Wieder einmal war die Chancenverwertung das einzige Manko im deutschen Spiel, Mesut Özil vergab sogar einen Foulelfmeter mit historischer Dimension (13.). Es war der erste Fehlschuss vom Punkt bei einer EM seit dem Fauxpas von Uli Hoeneß im Elfmeterschießen beim verlorenen Finale 1976 gegen die Tschechoslowakei.

Die deutsche Auswahl konnte es diesmal verschmerzen. «Ich liebe K.o.-Spiele über alles», hatte Löw vor dem Wiedersehen mit den Slowaken angekündigt und wurde mit dem zehnten Sieg in einem Alles-oder-Nichts-Spiel unter seiner Führung belohnt. Nicht nur das Ergebnis, auch die Leistung dürften dem Coach gefallen haben. Die deutsche Elf ließ den Slowaken mit Dauerdruck und tollen Kombinationen kaum Luft zum Verschnaufen. Wieder einmal funktionierte das Gegenpressing im Mittelfeld durch das starke Duo Toni Kroos und Sami Khedira, dazu ließen in der Abwehr Boateng und Mats Hummels auch im vierten Spiel kein Gegentor zu.

Boateng beschert perfekten Start
Boateng war es auch, der dem dreimaligen Europameister einen perfekten Start bescherte. Nach einer Ecke von Kroos traf Boateng mit einem satten 18-Meter-Schuss, der von der slowakischen Hintermannschaft leicht abgefälscht wurde. Der Bayern-Verteidiger, der in seinem 63. Länderspiel erstmals traf, rannte nach dem Tor sofort zu Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Physiotherapeut Klaus Eder. Die medizinische Abteilung hatte Boateng nach einer Wadenverhärtung im Spiel gegen Nordirland (1:0) wieder rechtzeitig fit bekommen.
Joachim Löw zeigt Thomas Müller, wo´s langgeht.

Auch nach dem schnellsten deutschen Treffer bei einer EM-Endrunde ging das Spiel weiter nur in Richtung des slowakischen Tores. Und nur fünf Minuten später hätte Özil auf 2:0 erhöhen können, doch der Elfmeter des Ausnahmetechnikers war zu unplatziert geschossen, so dass Matus Kozacik parieren konnte. Zuvor hatte Martin Skrtel den deutschen Stoßstürmer Gomez umgerempelt.

Vergebener Elfer ohne Folgen
Der vergebene Elfmeter brachte die DFB-Elf aber nicht aus dem Konzept. Özil hatte nach Kopfball-Vorlage von Gomez eine weitere hochkarätige Möglichkeit per Dropkick (24.), dazu vergaben Kroos (16.) und Khedira (26.) aus der Distanz. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Julian Draxler mit einem Drehschuss. (39.). Der Wolfsburger war für Mario Götze in die Startelf gerückt und agierte wesentlich agiler als noch bei seinen ersten Auftritten.

Die vielen vergebenen Möglichkeiten hätten sich kurz vor der Pause beinahe gerächt, als Juraj Kucka nach einer Flanke des Berliners Peter Pekarik mit einem Kopfball Manuel Neuer zu einer Parade zwang (41.). Noch vor vier Wochen hatte der EM-Debütant ein Testspiel gegen Deutschland mit 3:1 bei Blitz und Donner in Augsburg gewonnen, was Löw als «Weckruf» bezeichnete.

Gomez sticht weiter
Die Hoffnungen auf einen ähnlichen Coup sanken aber schon in der 43. Minute auf ein Minimum. Nach einer feinen Einzelaktion von Draxler traf Gomez aus kurzer Entfernung. Für den Torschützenkönig aus der Türkei war es das 29. Länderspiel-Tor und das fünfte bei einer EM, womit er zum deutschen Rekordschützen Jürgen Klinsmann aufschloss.
Manuel Neuer hat wenig zu tun, wenn´s brennt, ist er zur Stelle.

Nach dem Hochgeschwindigkeits-Fußball in der ersten Halbzeit schaltete die DFB-Auswahl einen Gang herunter, was den Slowaken die Chance zu eigenen Angriffen ermöglichte. Der Distanzschuss von Kucka stellte für Neuer aber keine Gefahr dar (49.). Entschieden war das Spiel endgültig mit dem Tor von Draxler, der seine starke Leistung mit dem Volleyschuss ins Netz nach Hummels" Kopfball-Vorlage krönte.

Schonung für die Stammkräfte
Der Treffer war sogleich das Signal an Löw, Kräfte für höhere Aufgaben zu schonen. Draxler und Boateng machten in der 72. Minute für Lukas Podolski und Benedikt Höwedes Platz. Kurz darauf durfte auch Kapitän Bastian Schweinsteiger bei seinem 16. EM-Einsatz weitere Minuten Einsatzzeit sammeln, als er für den gelb-vorbelasteten Khedira eingewechselt wurde.

Joachim Löw hat als Bundestrainer im EM-Achtelfinale gegen die Slowakei seinen zehnten Sieg im 13. K.o.-Spiel bei einem Turnier gefeiert. Vor dem Halbfinale ist der Weltmeister-Coach mit der Nationalmannschaft bei WM- und EM-Endrunden noch nie ausgeschieden. Im Viertelfinale der EM 2016 in Frankreich spielt die DFB-Auswahl am Samstag in Bordeaux gegen Titelverteidiger Spanien oder Italien.

Datum - Paarung - Ergebnis - Runde
19.06.2008 Deutschland - Portugal 3:2 EM-Viertelfinale
25.06.2008 Deutschland - Türkei 3:2 EM-Halbfinale
29.06.2008 Deutschland - Spanien 0:1 EM-Finale
27.06.2010 Deutschland - England 4:1 WM-Achtelfinale
03.07.2010 Deutschland - Argentinien 4:0 WM-Viertelfinale
07.07.2010 Deutschland - Spanien 0:1 WM-Halbfinale
22.06.2012 Deutschland - 4:2 Viertelfinale Griechenland
28.06.2012 Deutschland - Italien 1:2 Halbfinale
30.06.2014 Deutschland - Algerien 2:1 n.V. WM-Achtelfinale
04.07.2014 Frankreich - Deutschland 0:1 WM-Viertelfinale
08.07.2014 Brasilien - Deutschland 1:7 WM-Halbfinale
13.07.2014 Deutschland - Argentinien 1:0 WM-Finale
26.06.2016 Deutschland - Slowakei 3:0 EM-Achtelfinale

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
In Frankreich dominiert Hauptstadtclub Paris St. Germain die Liga in beängstigender Manier. Titelspannung ist etwas anderes. Aber: In der Nationalmannschaft des EM-Gastgebers findet PSG fast nicht statt. Die Superstars kommen woanders her. Paris
Die Meldung des Tages war keine schöne: Marco Reus verpasst schon wieder ein großes Turnier. Der körperlich so zerbrechliche Dortmunder Angreifer verpasst nach der WM 2014 auch die EM 2016. Bundestrainer Löw sieht die menschliche Komponente,
Alle Tests sind absolviert, nun rollt der Ball. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier und Musik von Star-DJ David Guetta bestreiten Gastgeber Frankreich und Rumänien am Abend (21.00 Uhr/ZDF) das Eröffnungsspiel der Fußball-EM. Im Stade de France vor
Ernüchterung in deutschen Wohnzimmern: Kein Torjubel und wieder kein Sieg im zweiten Turnierspiel. Weltmeister Deutschland hat gegen Polen den vorzeitigen Einzug ins Europameisterschafts-Achtelfinale verpasst. Weniger das torlose Ergebnis, mehr das
Von wegen Battle of Britain II: Die Brexit-Walisen lassen sich durch das Eigentor des nordirischen Pro-Eu-Lagers ins Viertelfinale katapultieren. Multimillionär Gareth Bale überzeugt nur beim Jubeln. Paris (dpa) - Ein Eigentor von Gareth McAuley
Zugegeben, für italienische Verhältnisse war das schon ein richtiger Sturmlauf, der dann auch den hyperitalophilen Mehmet Scholl zu orgiastischen Gefühlen verhilft. Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Squadra azzurra war einfach nur giftiger und
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Comment? Paris soll die kleinste der neun beschriebenen Metropolen sein? Lassen Sie sich bitte nicht ins Bockshorn jagen, alles letztendlich eine Frage des Zuschnitts – und der Fortbewegungsmittel! Darf‘s ein bisschen mehr sein? Hier ein Greater
Satellitenfoto von Paris"Paris" (frz. ) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. In älteren - zumeist lateinischen - Texten wird Paris auch Lutetia/Lutezia genannt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil
"Marseille" (deutsch veraltet: "Massilien", okzitanisch: "Marselha") ist die wichtigste französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt. Sie liegt am Golfe du Lion, einer Mittelmeerbucht. Die Stadt, deren Einwohner sich "Marseillais"
(deutsch veraltet: "Leyden", lat. "Lugdunum") ist die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes und des Départements Rhône im Osten Frankreichs.AllgemeinesDie Stadt liegt am Zusammenfluss der Rhône und der Saône. Mit circa 466.400 Einwohnern ist sie
Karte von Toulouse (1631)"Toulouse" (okz. "Tolosa" ; deutsch veraltet: "Tholosen") ist eine Stadt im Süden Frankreichs, am Fluss Garonne gelegen, 146 m ü. NN. Sie ist 589 Kilometer von Paris entfernt (französisch) Abgerufen am 8. Dezember
"Nizza" (franz. "Nice" , okzit. "Nissa/Niça", ital. "Nizza") ist eine Hafenstadt in Südfrankreich, in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) unweit der Grenze zu Italien zwischen Cannes und Monaco an der Côte d’Azur am Mittelmeer
Wetter

Paris


(22.11.2019 12:27)

-2 / 1 °C


23.11.2019
-2 / 1 °C
24.11.2019
-1 / 2 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Kramp-Karrenbauer stel ...
Rossmann will Hunderte ...

Reisegewohnheiten im O ...
Urlaub in Europa ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum