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Kasanlak

Bulgarien, Kasanlak
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Kasanlak - Bulgarien - Nachbarorte: Karlowo, Trojan, Lowetsch, Gabrowo, Weliko Tarnowo, Stara Sagora, Nowa Sagora, Tschirpan, Dimitrowgrad , Chaskowo, Asenowgrad, Plowdiw
"Kasanlak" (bulgarisch ) ist eine Stadt in Bulgarien. Sie ist im Rosental (Розова долина) nördlich von Stara Sagora zwischen Balkangebirge und dem Höhenzug Sredna Gora gelegen. Die Stadt hat 51.995 Einwohner (Stand 31. Dezember 2004), ist ein Industriezentrum der Werkzeugmaschinen- und Textilindustrie, der Musikinstrumentenproduktion, sowie die Stadt der Rosen und Rosenölprodukte.

Geschichte und Bedeutung
Kasanlak wurde um 1300 n.Chr gegründet, um den nahgelegenen Schipkapass militärstrategisch abzusichern und ist heute die größte Stadt im Rosental. Im Russisch-Türkischen Krieg (1877-1878) war es ein wichtiger Kriegsschauplatz. Kasanlak war schon früher wegen seiner Rosenölerzeugung bekannt. In Kasanlak befindet sich das einzige Institut der Balkanhalbinsel für den Anbau von Pflanzen zur Gewinnung ätherischer Öle.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der kulturelle Mittelpunkt von Kasanlak ist das 1873 gegründete Tschitalischte "Iskra" mit Bibliothek, Theater- und Kinosaal und einem Museum, das mehr als 40.000 Exponate besitzt.

Unweit der Stadt befindet sich das berühmte thrakische Grabmal von Kasanlak. In dem einzigartigen Denkmal wurde vermutlich im 4. Jahrhundert v. Chr. ein angesehener, namentlich unbekannter thrakischer Fürst bestattet.

Das Grabmal besteht aus einem Vorraum, einem Gang und der von der Kuppel überdachten Grabkammer. Die Malereien an den Wänden sind von außergewöhnlicher Schönheit. Das Grabmal steht unter dem Schutz der UNESCO und gehört zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Im Norden der Stadt zweigt eine Straße nach Schipka ab. Dort befindet sich ein Rosenmuseum und eine große Gedächtniskirche zu Ehren der im Russisch-Türkischen Krieg (1877-1878) für Bulgariens Befreiung gefallenen russischen Soldaten und bulgarischen Landwehrmänner.

Sohn der Stadt
In Kasanlak wurde der bekannte humoristische Schriftsteller Dimitar Christow Tschorbadschiski - Tschudomir (1890-1967) geboren.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.11.2019 12:28 von den Wikipedia-Autoren.
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