Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Emmen LU

Schweiz, Emmen
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Emmen" ist eine politische Gemeinde im Amt Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie
Die Gemeinde ist ein Vorort von Luzern. Sie liegt zwischen (von West nach Ost) Littau im Südwesten, Luzern und Ebikon im Süden, Buchrain im Osten, Eschenbach LU und Rothenburg im Norden und Neuenkirch im Nordwesten.

Emmen besteht aus den beiden Ortsteilen "Emmen-Dorf" und "Emmenbrücke". Der erstere liegt im Reusstal - der letztere grossteils in einer welligen Hochebene, minderheitlich (die unteren Quartiere) ebenfalls im Reusstal. Emmen-Dorf besteht aus den Teilen (Ober-)Dorf und Unterdorf (im Nordosten anschliessend). Zum Ortsteil Emmen, welcher der historische Siedlungsschwerpunkt ist, gehören noch die Weiler "Rottertswil" (452 m.ü.M.;2,6 km nördlich des Dorfs) , "Waltwil" (421 m.ü.M.;3 km nordöstlich) und "Waldibrücke" (422 m.ü.M.;3,9 km nordöstlich) - sowie das Industriegebiet "Emmenfeld/Hasli/Buholz" zwischen Emmen-Dorf und Waltwil. Wegen des Flugplatzes ist die Ebene "Emmenfeld/Haslifeld", ausser den Industriezonen, unverbaut. Zwischen Buholz und der Reuss liegt ein grösseres Waldgebiet – der "Obere Schiltwald" – und zwischen Waldibrücke und der Reuss der "Untere Schiltwald". Durch die industrielle Ansiedlung entstanden im Ortsteil Emmenbrücke die ersten grösseren Wohngebiete. Mittlerweile hat Emmenbrücke den Ortsteil Emmen in Sachen Einwohnern weit hinter sich gelassen, breitet sich weiter aus und schluckt ehemals landwirtschaftliche Zonen. Vor allem in den Gebieten westlich von "Gerliswil" entstanden am südwärts gerichteten Hang neue Wohnsiedlungen, die immer noch grösser werden "(Erlen, Neuhof)". Die Kleine Emme, die im Gebiet Ibach von links in die Reuss einmündet, bildet die Grenze zwischen dem Littauer Ortsteil "Reussbühl" und Emmenbrücke. Einziges grösseres Waldgebiet im Ortsteil Emmenbrücke ist der "Riffigwald". Der gesamte Nordwesten der Gemeinde ist ländlich geprägt mit zahlreichen Häusergruppen und Einzelgehöften. Durch dieses Gebiet fliesst von West nach Ost der "(Hellbühler-) Rotbach", welcher auf einigen Kilometern Länge die Nordgrenze zwischen Emmen und Rothenburg LU bildet. Von der gesamten Gemeindefläche von über 20 km² werden 46,6% landwirtschaftlich genutzt. Ausserdem bedecken Wald und Gehölz 18,2% der Ortschaft und ein Drittel (wachsend) ist Siedlungsfläche.

Nachbargemeinden
Emmen grenzt an Buchrain, Ebikon, Eschenbach, Littau, Luzern, Neuenkirch und Rothenburg.

Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung

Zwischen 1798 und 1870 wuchs die Einwohnerzahl zwar stetig, aber nicht in Riesenschritten. Danach folgte ein hundertjähriger starker Wachstumsschub. Bereits 1950 war die Marke von 10"000 Einwohnern überschritten. Zwischen 1970 und 1980 stagnierte die Bevölkerung. Der Grund ist in der Rückwanderung eines Teils der ausländischen Bevölkerung in ihr Heimatland infolge der Wirtschaftskrise nach dem Erdölschock zu sehen (viele Betriebe der starken Industriebranche bauten in dieser Zeit Stellen ab). In den 80-er-Jahren erfolgte der letzte grosse Bevölkerungsschub. Seit dem Jahr 2000 stagniert die Einwohnerzahl. Emmen ist nach der Stadt Luzern die Gemeinde mit den meisten Einwohnern im Kanton Luzern.

Sprachen
Die Bewohner benutzen als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 81,57% Deutsch, 5,01% Serbokroatisch und 3,91% Italienisch als Hauptsprache an. Weiter gibt es zahlreiche Personen, welche Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Tamilisch und Kurdisch besser oder gleich gut wie Deutsch beherrschen. Grosse Teile der Secondos (Kinder der Einwanderer) sind zweisprachig (Muttersprache der Eltern und Deutsch).

Religionen - Konfessionen
Seit jeher gehört die Mehrheit der Einwohner von Emmen der römisch-katholischen Kirche an. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies etwas gemildert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation folgendermassen aus: Es sind 64,17% römisch-katholische, 12,71% evangelisch-reformierte und 4,60% orthodoxe Christen. Daneben gibt es 6,87% Muslime, 6,52% Konfessionslose und 0,85% Mitglieder anderer nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften.
* Orthodoxe: meist Serben, Montenegriner und Mazedonier; daneben Griechen
* Muslime: mehrheitlich Albaner; viele Bosnier, Türken und Kurden; einige Araber und Berber
* übrige Nichtchristen: fast ausschliesslich Hindus (Tamilen aus Sri Lanka)

Emmen und die Emigranten
In Emmen siedelten zahlreiche kleinere und grössere Industriebetriebe an. Bereits um die Jahrhundertwende entstand so ein bedeutendes Industriezentrum, dessen Wachstum ein immer grösserer Bedarf an Arbeitskräften erforderte, welcher erst durch Abwanderung der Landbevölkerung und später durch Emigranten gedeckt wurde. Ende 2006 waren von den 27"007 Einwohnern 18"864 Schweizer und 8"143 (=30,2%) Ausländer. Da in verschiedenen Quartieren der Ausländeranteil noch weit höher liegt - teilweise über 50% - kam es in den vergangenen Jahren zu Problemen zwischen Schweizern und Ausländern. So wurde Einbürgerungswilligen aus dem früheren Jugoslawien in Volksabstimmungen das Schweizer Bürgerrecht verweigert. Emmen machte in der ganzen Schweiz negative Schlagzeilen mit dieser Einbürgerungspraxis und das Bundesgericht verurteilte sie in einem Entscheid aus dem Jahr 2003 als diskriminierend. Im Februar 2005 entschieden mit 68.4% Ja-Stimmen die Stimmberechtigten, dass in Zukunft eine Kommission über Einbürgerungsgesuche entscheiden soll.

Verkehr
Die Gemeinde Emmen liegt an einer europäischen Nord-Süd Achse, auf dem Gemeindegebiet kreuzen sich die Autobahnen A2/E35 und die A14. Der wichtigste Verkehrsknoten der Gemeinde, der Seetalplatz, ist durch den motorisierten Individualverkehr häufig überlastet.

Emmen ist durch die Linien S8 und S9 (Seetalbahn) der S-Bahn Luzern erschlossen. Verschiedene Busgesellschaften verbinden die Gemeinde mit der Stadt Luzern und dem Luzerner Hinterland. Innerhalb der Gemeinde verkehren Ortsbusse auf fünf verschiedenen Linien.

Wirtschaft
Einer der wichtigsten und grösster Arbeitgeber der Gemeinde Emmen ist der Militärflugplatz Emmen (ICAO Code LSME, IATA Code EML) der Schweizer Luftwaffe. Hier befindet sich neben dem Flugzeugwerk auch die Schweizer Kunstflugstaffel "Patrouille Suisse". Der Flugplatz bietet etwa 1400 Arbeitsplätze und wird im Rahmen des Stationierungskonzepts der Armee auch weiterhin als Ausweich-, Transport- und Werksflugplatz bestehen. Ebenso ist hier der Hauptsitz der mit der Luftwaffe eng verbundenen RUAG Aerospace. Eine grosse Bedeutung hat auch der Stahlproduzent Swiss Steel AG, sowie die schweizer Grossmolkerei Emmi.

Bürgerinitiativen
Die Bürger von Emmen haben im Jahre 2006 durch ein Bürgerverfahren und einer Initiative mit dem Namen:"s’ Wasser ghört üs" die geplante Privatisierung der Wasserversorgung gegen den Willen des Gemeinderates verhindert.

Aktuell wird gerade ein Verfahren für den Ankauf des Stromnetzes der Gemeinde vorbereitet. Die ansässigen großen Stromabnehmer stehen dieser Initiative positiv gegenüber.

Geschichte
Emmen wird als "Emau" erstmals in einem Schreiben von König Lothar erwähnt. Darin bestätigte er die Unterstellung von fünf freien Männern unter die Herrschaft des Klosters im Hof in Luzern. Das Kloster Murbach im Elsass übte jahrhundertelang die Herrschaft aus. Im Jahre 1291 kam die Gemeinde unter die Herrschaft der Habsburger. Diese verloren Emmen nach der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386. Seitdem gehört Emmen zu Luzern. Bis 1798 war die Gemeinde Teil des Amts Rothenburg. Auch die Emmer beteiligten sich am Bauernkrieg von 1653. Von 1798 bis 1803 gehörte Emmen zum Distrikt Luzern. Der heutige Ortsteil Rottertswil allerdings gehörte zum Distrikt Hochdorf. Seit 1803 ist Emmen dem Amt Hochdorf zugeteilt und dessen einwohnerstärkste Gemeinde. Der Gemeindeteil Rottertswil kam erst 1814 zu Emmen.

Berühmtheiten aus Emmen
* Rolf Dobelli, Schriftsteller
* Fabienne Louves, Gewinnerin bei der dritten Staffel von MusicStar des Schweizer Fernsehens.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.10.2019 04:39 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Das einzige, was Obelix zur Schweiz einfiel: "Flach und nass". Asterix-Fans wissen, warum das so ist. Der große Dicke mit der Streifenhose hat die Schweiz einfach verschlafen. Auch wenn wir heute wissen, dass die Schweiz alles andere als
Wir starten erst mal in Thusis und folgen brav den Schildern via mala oder via spluga. Er scheint hier in der Schweiz gut ausgeschildert. So gehen wir eine alte Straße entlang bis wir an deren Ende nach fast einer Stunde auf einer vielbefahrenen
Schams heißt auf Rätoromanisch Val Schons und ist ein Abschnitt des Hinterrheintals im Schweizer Kanton Graubünden. Das Schams bildet laut wikipedia die mittlere der drei Talkammern entlang des Hinterrheins. Vom Rheinwald wird es durch die
Die via mala: ein Mythos, der die Phantasie so anregt, dass er einigen Literaten als Romanvorlage diente. Schon zweimal verfilmt wurde der wohl berühmteste via mala Roman von John Knittel, aus dem Jahr 1934. Der Titel via mala verweist dabei
Gourmets entdecken bei den „Käsetagen Toggenburg“ in der Ostschweizer Ferienregion Delikatessen und Raritäten wie den „Bloderchäs“, den Urahn aller Käsesorten. Auf der dreitägigen Veranstaltung zeigen regionale Käser,
Die Eidgenossenschaft existiert als loser Staatenbund seit dem 13. Jahrhundert. Dem Nationalmythos zufolge wurde sie Anfang August 1291 auf der Rütliwiese zur Gründung beschworen. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Die syrische Regierung hat überraschend zunächst keinen Vertreter zu der seit Wochen geplanten neuen Runde der Syrien-Friedensgespräche nach Genf geschickt. Das berichtete der UN-Vermittler Staffan de Mistura am Montag dem Sicherheitsrat in New
Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands FIFA hat drei Funktionäre wegen Bestechung und Korruption lebenslang gesperrt. Dabei handelt es sich um Richard Lai, den Ex-Präsidenten des Fußballverbandes der Pazifikinsel
Streit ums liebe Geld: Tennis-Legende Boris Becker (49) will neu durchstarten. «Ich sehe meine aktuelle Situation als große Chance, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen und meine Zukunft neu zu gestalten. Das bin ich meiner Familie schuldig»,
Nach langen Verletzungspausen werden die Tennisstars Novak Djokovic und Stan Wawrinka am Jahresende zurückkehren. Die auf Rang sieben abgerutschte ehemalige Nummer eins der Weltrangliste aus Serbien und der Schweizer Wawrinka, derzeit auf Platz
Ein 17-Jähriger hat am Sonntagabend im Osten der Schweiz mehrere Menschen mit einer Axt angegriffen und verletzt. Der Jugendliche hatte zunächst im Zentrum von Flums im Kanton St. Gallen mehrere Personen attackiert und wollte dann mit einem
Im Schweizer Saastal im Kanton Wallis droht ein Gletscherabbruch. Deshalb mussten am Samstagabend etwa 150 Menschen in Saas-Grund ihre Häuser verlassen. Geologen hatten an der Zunge des Triftgletschers in den vergangenen Wochen stärkere Bewegungen
Wetter

Bern


(19.10.2019 04:39)

-2 / 1 °C


20.10.2019
-3 / 0 °C
21.10.2019
-4 / 0 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Deutschland ist im Car ...
Preisgelder der UEFA N ...

Spanien immer eine Rei ...
Urlaub an der Mosel od ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum