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Die Äolischen Inseln

Italien, Stromboli
Von Birgit Kohl   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Naturschönheit der Unesco
Die Äolischen Inseln im Thyrrenischen Meer vor Sizilien mögen dem Reisenden im Winter in der unbewegten, glasklaren Luft wie eine Kinderzeichnung erscheinen, auf der sich die Umrisse der Inseln zwischen dem Meer und dem türkisfarbigen Himmel abheben. An heißen Tagen, wenn Dunst über dem Horizont liegt, ändert sich das Erscheinungsbild. Tatsächlich sind beide Jahreszeiten reizvoll zum Eintauchen ins Meer und ins Weltkulturerbe der Unesco.
Galerie
Äolische Inseln, Lipari, Blick auf Vulcano
Mythen und Magie einer Inselgruppe

Die Äolischen Inseln sind magisch und märchenhaft: Hier siedelten die Griechen mehr als einen ihrer Mythen an, waren sie doch fasziniert von dem sich ständig verändernden Aussehen der Inseln.

In der Tat erscheint und verschwindet der Archipel je nach Laune der Wolken und des Windes, er verändert seine Farbe und, man möchte schwören, auch seine Position. Selbst wir, die wir doch an jegliche technologische
Zauberei gewöhnt sind, können das unschwer nachvollziehen, sobald wir auf Vulcano landen. 

Vulcano: Einst Vorzimmer zur Hölle, heute beliebt bei Reisenden und Forschern
Vulcano ist die erste Etappe des Seefahrers, wenn er von Sizilien kommt. Mit seinem finsteren Äußeren und dem durchdringenden Schwefelgeruch könnte
Vulcano tatsächlich das Vorzimmer zur Hölle sein… und war es wohl auch für die Kolonnen der Gefangenen, die bis Ende des 19. Jahrhunderts auf unmenschlichste Weise zur Gewinnung von Schwefel und Alaun gezwungen wurden.

Heute sind diese Zwangsarbeiter nur noch Erinnerung, die Insel ist vielmehr das Ziel von Touristen und Vulkanforschern. Erstere sind auf der Suche nach dem Wohlgefühl eines Bades in dem vom Vulkan erwärmten Schlamm (der bei bestimmten Hautkrankheiten auch therapeutische Wirkung entfaltet). Letztere werden angezogen durch die Möglichkeit, aus erster Hand sekundäre Vulkanphänomene zu studieren, die, zumindest im Moment, die einzige Spur einer Eruptionstätigkeit sind.

In der Vergangenheit hatten sie ungeheure Katastrophen ausgelöst, wie Historiker seit der Zeit von Plinius des Älteren in aller Ausführlichkeit beschrieben haben.

Weiter geht"s nach Lipari
Eine Eruption war es auch, die Vulcano von seiner Nachbarinsel Lipari abtrennte, dem pulsierenden Herzen des Archipels und von alters her seine Hauptstadt, als die Inseln Mittelpunkt des blühenden Handels mit Obisidian waren.

Letzterer war ein Vulkanglas, das in allen Winkeln der Welt äußerst gefragt war: Der harte und scharfkantige Obsidian diente nicht nur zur Herstellung von Schneidewerkzeugen, sondern es wurden ihm auch wundertätige und magische Eigenschaften zugeschrieben.

Vom Archäologischen Museum bis zum Belvedere
Das Dorf Lipari entwickelt sich um die beiden Anlegestellen herum und besitzt das Museo Archeologico Eoliano, das zu den bedeutendsten Italiens gehört. Es liegt ganz in der Nähe der Burg, in einem befestigten Gebiet, wo sich nach und nach die verschiedenen Bewohner der Insel niederließen.

Außer den Fundstücken, die die uralte Geschichte des Archipels bezeugen, besitzt das Museum auch eine vulkanologische Abteilung, die die besondere Geologie der Inseln illustriert.

Nach dem Besuch im Museum kann man die Kirche des Schutzpatrons San
Bartolomeo mit ihrer schönen Freskendecke besichtigen, die Ausgrabungen erforschen, die Wohnstätten aus verschiedenen Epochen, darunter der Vorgeschichte, ans Licht gebracht haben, oder in der Nähe des Theaters am Belvedere verweilen, um den großartigen Blick hinunter auf Marina Corta zu genießen, den malerischen kleinen Yachthafen, in dessen Umgebung sich das soziale Leben Liparis abspielt.
Äolische Inseln, Salina, Linguaküste

...und dann eine Bootsfahrt und weiter nach Salina
Wieder auf dem Meer, bietet sich eine Bootsfahrt um die Insel an, auf der die Betrachter Höhlen, Buchten und Klippen bewundern können, bevor sie zur nächsten Etappe, nach Salina, weiterfahren.

Salina, beherrscht von seinen beiden hoch aufragenden Zwillingsbergen, wird wegen seiner üppigen Vegetation auch „die grüne Insel“ genannt, und in der Tat sind seine beiden Haupterzeugnisse Naturprodukte: Kapern und der Malvasia, ein seit der Antike bekannter Süßwein.

Auf Salina besucht man den Hauptort Pollara mit seinem Strand zu Füßen einer zyklopischen Felswand, und man wandert auf den Spuren von Massimo Troisi, der hier seinen letzten Film (Der Briefträger) drehte.

Stromboli
Stromboli, Im Landesinneren
Der Archipel kann übrigens eine lange Filmgeschichte rühmen, drehte Roberto
Rossellini auf Stromboli doch den gleichnamigen Film mit Ingrid Bergman
und brachte damit die schwarze, kahle Insel einem breiten Publikum nahe.

Sie ist nichts anderes als der Gipfel eines unterseeischen Vulkans, dessen seit fernster Zeit dokumentierte Tätigkeit keine Pause kennt: Die fast regelmäßig alle 15-20 Minuten stattfindenden Ausbrüche dienten den Seefahrern des unteren
Tyrrhenischen Meeres sogar als Leuchtsignale. Heute werden nächtliche
Bootsfahrten organisiert, auf denen man die rot glühenden Eruptionen gegen den samtschwarzen Himmel beobachten kann.

Panarea: Reiseziel des internationalen Jetset
Panarea hingegen ist eine pittoreske Mischung aus Meer, Archäologie und
mondänem Leben. Auf dieser Insel, die sich seit mehreren Jahren durch ihren
exklusiven Tourismus hervorhebt und ein begehrtes Reiseziel der bekanntesten
Mitglieder des internationalen Jetsets ist, befindet sich bei Punta Milazzese eine
der für die Geschichte des Archipels bedeutendsten prähistorischen Siedlungen, aber auch die herrliche Bucht Cala Junco, die zu den schönsten
des Inselgebiets gehört.

Alicudi und Filicudi, die "Wilden Schwestern" weit ab vom Massentourismus
Und nun die beiden entferntesten und einsamsten der „Sieben Schwestern“:
Alicudi und Filicudi. Alicudi, im äußersten Westen gelegen, ist keine Insel für
jedermann, denn es gibt hier keine einzige befahrbare Straße, sondern lediglich Feldwege, die es entweder zu Fuß oder auf dem Rücken eines Maultiers zu
erwandern gilt. Die wenigen Häuschen konzentrieren sich im Westteil der Insel
und haben erst seit einigen Jahren elektrischen Strom.

Auch Filicudi ist weit vom Massentourismus entfernt, wenn auch weniger unzugänglich als seine Nachbarinsel. Unbedingt zu empfehlen ist ein Bad in der riesigen Höhle Bue Marino, ebenso wie ein Ausflug zum Kap Punta Perciata und zur Canna, einem Felssporn aus Basaltgestein, der über 70 m aus dem Meer hervorragt.

Und da wir schon von Inseln und Meer sprechen: Taucherbrille und Schnorchel
dürfen im Reisegepäck nicht fehlen, denn hier können auch weniger sichere
Schwimmer die großartigen Meeresböden erforschen und die Gorgonienwiesen sowie alle Arten von Fischen von der Wasseroberfläche aus beobachten.
Fischfang auf den Äolischen Inseln

www.regione.sicilia.it/turismo
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