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Deutschland wegen Schengen-Kontrollen in der Kritik

Deutschland
12.10.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Luxemburg (dpa) - Deutschland und andere europäische Länder bekommen wegen ihrer Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum Gegenwind in der Europäischen Union. «Die Bürger Europas müssen weiterhin das Gefühl haben, frei herumreisen zu können», sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Freitag vor einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg. «Ich kann mir ein Europa mit geschlossenen Binnengrenzen nicht vorstellen.»

Im Schengen-Raum, dem insgesamt 26 europäische Länder angehören, gibt es in der Regel keine stationären Personenkontrollen an den Grenzen. Deutschland kontrolliert seine Grenze zu Österreich seit Herbst 2015, nachdem sich Zehntausende Flüchtlinge und andere Migranten von Griechenland über die Balkan-Route auf den Weg nach Westeuropa gemacht hatten. Die Kontrollen laufen am 11. November aus und wurden bislang nicht verlängert. Neben Deutschland kontrollieren derzeit fünf weitere europäische Länder zumindest Teile ihrer Schengen-Grenzen. Sie begründen das mit Sicherheitsproblemen, die aus der Flüchtlingskrise resultierten.

Avramopoulos zufolge sind einige dieser Vorbehalte begründet. Zugleich betonte er jedoch, die EU habe in den vergangenen Jahren viel für die Sicherheit der Europäer getan. «Dieser Fortschritt muss von den Bürger wahrgenommen werden.»

Luxemburgs Minister Jean Asselborn sagte, er glaube, «dass man sehr schnell zurückkommen soll zu der Normalität, dass Schengen Schengen ist und nicht ein System, was verbogen werden kann.»

 

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