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Böll-Stiftung in Afghanistan gibt Haus auf und reduziert Sichtbarkeit

Deutschland
13.02.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Kabul (dpa) - Die Heinrich-Böll-Stiftung hat nach mehr als elf Jahren ihr Bürogebäude in der afghanischen Hauptstadt Kabul aufgegeben. Ein Grund sei gewesen, dass es Drohungen gegen Mitarbeiter gegeben habe, sagten am Dienstag zwei mit der Stiftung vertraute Quellen der Deutschen Presse-Agentur. Einer sei in Deutschland in Sicherheit gebracht worden. Die deutsche Büroleiterin war schon 2012 abgezogen worden.

Die Mitarbeiter arbeiteten nun aus einer lokalen NGO heraus, durch die sie auch angestellt sind. Die Böll-Stiftung bestätigte den Schritt in einer schriftlichen Stellungnahme. Seit Beginn der Arbeit in Afghanistan habe man «Infrastruktur und inhaltliche Arbeit flexibel» an aktuelle Erfordernisse vor Ort angepasst. «Zuletzt haben wir aus Sicherheitsgründen unsere Sichtbarkeit als internationale Organisation reduziert und unsere eigenen Bürogebäude stillgelegt.» Zu konkreten Drohungen könne und wolle man keine Aussagen treffen.

Die Programme, die sich um die Themen Ökologie, politische Partizipation und soziale Gerechtigkeit drehen, würden mit gleichem Budget und Personal wie bisher weitergeführt.

Andere deutsche Organisationen hat die sich drastisch verschärfende Sicherheitslage in Kabul zu ähnlichen Schritten veranlasst. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte im Oktober ihr Haus in der Stadtmitte aufgeben und arbeitet nun aus einem schwer gesicherten Lager am Stadtrand heraus. Die FES ist die einzige der politischen Stiftungen, die derzeit einen permanenten, entsandten Mitarbeiter in Kabul hat.

In dasselbe Lager war im Sommer auch die staatliche Entwicklungshilfsorganisation GIZ eingezogen, nachdem sie fast alle Büros in der Hauptstadt aufgegeben hatte.

2017 gab es in Kabul mehr als 20 schwere Anschläge mit insgesamt mehr als 500 Toten. Allein im Januar kamen bei vier großen Überfällen und Anschlägen rund 150 Menschen ums Leben, unter ihnen eine Deutsche.

 

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