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Assen

Niederlande, Assen
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Klosterkirche Assen
Ehemalige Provinzhaus, heute Drents Museum

"Assen" () ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Drenthe. Die Stadt hat 66.215 Einwohner. Sie liegt auf einem Flugsandrücken im Norden der Provinz Drenthe.

Geschichte
1285 wurde das Nonnenkloster "Sankta Maria" aus der Ortschaft Coevorden an die Stelle verlegt, an der heute die Ortschaft Assen liegt. Die in dieser Zeit angelegten Gräben um das Kloster wurden im Laufe der Zeit zugeschüttet, sodass heute nur noch die Straßennamen an sie erinnern. 1602 wurde das Kloster aufgegeben. Die Räumlichkeiten des Klosters wurden daraufhin vom Gedeputeerdenkolleg als Versammlungsräume genutzt. Im 17. Jahrhundert entstand innerhalb der noch vorhandenen Gräben die Ortschaft Assen. Erst im 18. Jahrhundert dehnte sich diese über die Gräben in die Umgebung aus und aus dem bis dahin unscheinbaren Ort wurde eine Stadt. 1807 wurden auf Geheiß des Königs Louis Bonaparte, der sich der arme Bevölkerung Drenthes ganz besonders widmete und große Entwicklungsmöglichkeiten sah, die umliegenden freien Dörfer nach Assen eingemeindet, sodass der Ort 1809 Stadtrechte erhielt. 1814 wurde Assen Hauptstadt der Provinz Drenthe.

Am 13. März 1978 überfielen extremistische Mitglieder der auf den Molukken lebenden Ambonesen das Gebäude der Provinzregierung in Assen und nahmen 70 Personen als Geiseln. In einem Ultimatum forderten sie die Freilassung von 21 südmolukkischen Gefangenen sowie Bus und Flugzeug zur Ausreise. Niederländische Elitesoldaten befreiten die Menschen am Tag darauf. Eine Geisel starb kurze Zeit später an den bei der Befreiungsaktion erlittenen Verwundungen. Die an der Tat beteiligten Ambonesen wurden im Strafprozess zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Einwohnerentwicklung
* 1951: 26.313
* 1971: 40.471
* 2003: 60.735

Stadtgliederung
Die Stadt hat acht Stadtteile. Sie sind hier chronologisch angeordnet.

Zentrum
Das Zentrum ist der älteste Teil der Stadt. Da sich der Stadtteil im Laufe seiner Entwicklung stark verändert hat, findet man hier Gebäude der verschiedensten Epochen. Mit seinen heute rund 5.200 Einwohner ist er das Aushängeschild der Stadt, in den sich zahlreiche Geschäfte, aber auch Erholungsmöglichkeiten finden. Hier befindet sich ein Standbild des kleinen Jungen Bartje, einer Hauptfigur aus den Büchern des Autors Anne de Vries.

Assen-Oost
Der Stadtteil Assen-Oost ist im Laufe des 18. Jahrhunderts entstanden. Entlang des alten Steindeiches findet man eine bevorzugte Wohngegend der Stadt. Der Leitspruch bei der Errichtung dieser Häuser aus den 1920ern war "Wohnen wie im Dorf". Auch hier findet man viele verschiedene Stilrichtungen nebeneinander.

Noorderpark
Der Stadtteil Noorderpark entstand in den 1960ern und 1970ern. Die Wohnbebauung entstand zu weiten Teilen entlang der Straßen "Venestraat", "Molenstraat" und "Groningerstraat". Die Gebäude an diesen Straßen stammen noch aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts. Dieser Stadtteil ist geprägt von Mietwohnungen und Appartements in Reihenhäusern.

Pittelo
Die ersten Häuser in Pittelo stammen aus den Jahren zwischen 1969 und 1974, hier wurde städtebaulich ein neuer Weg eingeschlagen. In den Jahren 1975 bis 1976 kam Süd-Pittelo hinzu. In den 1980er und 1990er Jahren begann man die Lücken in der Bebauung zu schließen. Pittelo gilt mit seinen vielen Grünflächen als der kinderfreundlichste Stadtteil von Assen.

Assen-West
Dieser Stadtteil entstand in den 1970er und schließt sich an den Stadtteil Pittelo an. Er unterteilt sich in die Viertel "Baggelhuizen", "Kortbossen" und "Westerpark". 2001 wohnten hier rund 4.500 Einwohner.

Peelo
Der Stadtteil Peelo entstand in seiner heutigen Form in den 1980er. Hervorgegangen ist er aus einem kleinen Dorf selben Namens.

Marsdijk
Ab dem Jahr 1986 bis Mitte der 1990er entstand der Stadtteil Marsdijk. Heute wohnen dort rund 4.500 Einwohner. Auch dieser Stadtteil ist von zahlreichen Reihenhäusern geprägt.

Kloosterveen
Kloosterveen ist der jüngste Stadtteil von Assen und liegt westlich der Innenstadt. Hier wurden ab Mitte der 1990er rund 5.500 Wohnungen errichtet.

Politik
Bürgermeisterin der Stadt ist seit 16 Jahren Dineke van As-Kleijwegt von der sozialdemokratisch ausgerichteten PvdA, die auch die mit Abstand größte Fraktion im Gemeinderat stellt.

Partnerstädte von Assen sind das niedersächsische Bad Bentheim (seit 1959), Posen in Polen und Vryburg (Südafrika) (seit 1999).

Bahnhof von Assen
Wirtschaft

Verkehr
Assen liegt an der Eisenbahnstrecke von Zwolle nach Groningen. Des Weiteren bestehen Busverbindungen nach Groningen, Winschoten, Drachten, Meppel, Emmen und Stadskanaal.
Assen liegt außerdem an den wichtigen Binnenschifffahrtskanälen Noord-Willemskanal und Drentsche Hoofdvaart.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Auf dem Vorhof des ehemaligen Kloster befindet sich im ehemaligen Provinzhaus heute das Drents Museum, weiter das Reichsarchiv und die Abteikirche. An der Noordelijker Straße steht das neoklassizistische Palais der Justiz. Um 1900 wurde die Johan-Willem-Frisokaserne errichtet, die heute noch als solche genutzt wird.

Sport
Assen ist bekannt für den Motorradsport ("Dutch TT" auf dem TT Circuit Assen).
1973 fand die erste ISU Juniormeisterschaft im Eisschnelllauf in Assen statt. Auch finden hier, mit dem niederländischen Badmintonverband als Organisator, die Ausgaben 2008 bis 2010 des Badminton Europe Circuit Finalturnier statt.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
* Jan Donner (* 3. Februar 1891), Jurist und Politiker (†[2. Februar 1981)
* Louis Henri Somer (* 13. Mai 1901), Musiker und Komponist († 6. August 1966)
* Anne de Vries (* 22. Mai 1904), Schriftsteller, († 29. November 1964)
* Miep Diekmann (* 26. Januar 1925), Autor
* Eppie Wietzes (* 28. Mai 1938), kanadischer Autorennfahrer
* Harry Muskee (* 10. Juni 1941), Musiker
* Klenie Bimolt (* 8. Juni 1945), Schwimmerin, Olympia-Silbermedaillengewinnerin mit der 4x100m-Lagen-Staffel 1964
* Willem Schuth (* 14. Juni 1954), Politiker
* Hans Spaan (* 24. Dezember 1958), Motorradrennfahrer
* Peter Hoekstra (* 4. April 1973), niederländischer Fußballnationalspieler
* Marc de Maar (* 15. Februar 1984), Radsportler
* Inge Dekker (* 18. August 1985), Schwimmerin


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.10.2019 06:22 von den Wikipedia-Autoren.
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