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Anleger bleiben nach steiler Talfahrt im Dax hochnervös

Deutschland
12.10.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem der heftigsten Wochenverluste im Dax seit Jahresbeginn dürfte die Nervosität der Anleger in der neuen Woche hoch bleiben. Die Risiken sind zahlreich: Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, anziehende Renditen am US-Rentenmarkt, Italiens Neuverschuldung und der Brexit. Im Fokus steht in den USA auch die Berichtssaison über das dritte Quartal. Hierzulande gelten die am Donnerstag erwarteten Geschäftszahlen des Software-Konzerns SAP als Startschuss.

Am Freitag schloss der Dax 0,13 Prozent tiefer bei 11 523,81 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang Februar 2017. In den vergangenen fünf Börsentagen steht ein Verlust von fast 5 Prozent zu Buche.

«Da die Konjunktur in den USA weiter auf Hochtouren läuft, dürfte in den Vereinigten Staaten generell mit starken Unternehmenszahlen zu rechnen sein», schrieb Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Er geht daher in der neuen Woche von einer Erholung an der Wall Street aus, die dann auch den Dax stützen könnte. Die Chancen auf eine zumindest kurzfristige Erholung stünden gut für den deutschen Leitindex, glaubt auch der Analyst Christian Schmidt von der Helaba, der dafür charttechnische Gründe heranzieht.

Dagegen warnt Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers vor zu «ambitionierten Erwartungen» an die US-Quartalssaison. Mit Blick auf die europäischen Geschäftszahlen und Ausblicke ist er ebenfalls skeptisch. Auf bereits einige Gewinnwarnungen auch hierzulande dürften seines Erachtens noch ein paar weitere folgen.

Zusätzliche Gefahren für Dax & Co drohen durch Risiken rund um Italien und den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. In den Brexit-Verhandlungen könnte es beim Gipfel aber zu einer Einigung kommen, glaubt Helaba-Analystin Claudia Windt. Schließlich wäre ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU für alle Seiten ein Desaster.

Optimistisch ist Helaba-Expertin Windt außerdem bezüglich der Wirtschaftssignale aus den Vereinigten Staaten. Diese dürften «die Sorgen vor einem Abschwung zerstreuen helfen». Auch die Experten der Postbank hoben die «florierende Konjunktur» in den USA bei einer zugleich extrem niedrigen Arbeitslosenquote hervor.

Auch die US-Industrie befindet sich den Postbank-Experten in einem kräftigen Aufschwung, was mit Blick auf die Stimmungs- und Frühindikatoren noch eine geraume Zeit so bleiben dürfte. Die September-Daten zur Industrieproduktion am Dienstag und den Frühindikatoren am Donnerstag sollten das ihrer Ansicht nach belegen.

Für Deutschland dagegen sind sie weniger optimistisch. Die Stimmung unter den vom Forschungsinstitut ZEW über ihre Konjunkturerwartungen befragten Analysten dürfte unter den jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten und den IWF-Warnungen zum globalen Aufschwung gelitten haben. Bei der Postbank rechnet man für Oktober mit einem Rückgang der Konjunkturerwartungen von minus 10,6 auf minus 14,0 Punkte. Ein noch stärkerer Rückgang sei nicht ausgeschlossen.

Am deutschen Aktienmarkt rückt am Donnerstag SAP in den Blick. Analysten erwarten ein weiteres starkes Quartal des Softwareherstellers. Die Margen dürften erneut gestiegen sein und die Dynamik bei den Lizenzerlösen zugenommen haben, prognostizieren die Experten von HSBC und Baader Bank.

 

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